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Ratgeber

Was ist ein Dutch Oven?

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Der Begriff Dutch Oven taucht in Rezepten, Grillforen und auf Amazon ständig auf, meint aber nicht immer dasselbe. Diese Seite erklärt, was einen Dutch Oven ausmacht, woher der Name stammt, wie ein Feuertopf aufgebaut ist und was man darin zubereiten kann. Außerdem klären wir den Unterschied zur emaillierten Cocotte, die in der Küche zum Einsatz kommt, damit Sie vor dem Kauf wissen, welche Art Topf zu Ihnen passt.

Herkunft des Namens

Der Name bedeutet wörtlich „holländischer Ofen“. Die verbreitetste Erklärung führt ihn auf das Gießverfahren zurück: Im späten 17. Jahrhundert galten niederländische Gießereien als führend beim Guss von Töpfen in Sandformen. Der Engländer Abraham Darby ließ sich Anfang des 18. Jahrhunderts ein ähnliches Verfahren patentieren, nachdem er die Methode in den Niederlanden studiert hatte. Andere Erklärungen verweisen auf holländische Händler, die solche Töpfe verkauften.

Bekannt wurde der Topf vor allem in Nordamerika. Siedler, Cowboys und Pioniere nutzten ihn als Allzweckgerät über offenem Feuer, weil er robust war und Kochen, Braten und Backen in einem Gefäß erlaubte. Daher stammt auch die enge Verbindung zur heutigen Outdoor- und Camp-Küche.

So ist ein Feuertopf aufgebaut

Ein klassischer Dutch Oven für draußen hat einige Merkmale, die ihn von einem gewöhnlichen Kochtopf unterscheiden. Jedes davon hat eine klare Aufgabe beim Kochen auf Glut.

  • Füße: Drei oder vier kurze Beine halten den Topf über der Glut, sodass Briketts darunter Platz haben und Luft bekommen.
  • Henkel: Ein Drahtbügel zum Tragen und zum Aufhängen an einem Dreibein über dem Feuer.
  • Deckel mit Rand: Ein erhöhter Rand hält aufgelegte Glut fest. So kommt Hitze von oben und unten, wie im Backofen.
  • Deckel als Pfanne: Umgedreht und auf Füßchen gestellt dient der Deckel bei vielen Modellen als Bratpfanne.
  • Dicke Wände aus Gusseisen: Sie speichern Wärme und gleichen Temperaturschwankungen der Glut aus.

Was man im Dutch Oven machen kann

Weil Hitze von oben und unten kommt, ist der Dutch Oven im Grunde ein tragbarer Backofen. Er eignet sich für fast alles, was sonst im Ofen oder auf dem Herd entsteht: Schmorgerichte wie Gulasch und Pulled Pork, Eintöpfe und Chili, ganze Hähnchen, Brot und Kuchen, Aufläufe und Nachtisch wie Cobbler.

Typisch für die Dutch-Oven-Küche sind Gerichte, die lange und gleichmäßig garen dürfen. Schichtfleisch etwa braucht mehrere Stunden bei mäßiger Hitze, und genau das kann ein schwerer Gusstopf mit dicht schließendem Deckel gut. Einen Einstieg mit fünf Gerichten bietet Dutch Oven für Anfänger.

Dutch Oven richtig benutzen →

Dutch Oven und Cocotte: der Unterschied

In den USA heißt jeder schwere Schmortopf mit Deckel Dutch Oven, auch der emaillierte Topf aus der Küche. In Deutschland nennt man diesen Topf eher Cocotte, Bräter oder Schmortopf. Die beiden Varianten teilen das Material, unterscheiden sich aber in Oberfläche und Einsatzort.

Der Feuertopf ist roh und eingebrannt, hat Füße und einen Glutdeckel. Die Cocotte ist innen und außen emailliert, hat einen flachen Boden und einen gewölbten oder flachen Deckel mit Knauf. Emaille ist pflegeleichter und verträgt saure Speisen besser, reagiert aber empfindlicher auf direkte Glut und Temperaturschocks. Eine ausführliche Gegenüberstellung finden Sie unter Dutch Oven oder Cocotte.

Für wen sich ein Dutch Oven lohnt

Ein Feuertopf lohnt sich für alle, die gern draußen kochen: im Garten, beim Camping oder am Grill. Er ist nahezu unverwüstlich, braucht keinen Strom und wird mit der Zeit durch die Patina immer besser. Wer dagegen hauptsächlich in der Küche schmort und kein Interesse an Pflege hat, ist mit einer emaillierten Cocotte meist glücklicher.

Beachten Sie das Gewicht: Feuertöpfe sind schwer, ein Modell mit 12 Litern wie der Valhal Outdoor wiegt laut Produktangabe schon leer 12,3 kg. Dazu brauchen Sie etwas Zubehör wie Deckelheber, Handschuhe und Anzündkamin. Welche Modelle es gibt, zeigt der Ratgeber Dutch Oven für Grill, Glut und Lagerfeuer.

Hinweis:Kochen mit Glut und offenem Feuer nur im Freien: Holzkohle setzt Kohlenmonoxid frei, deshalb nie in Zelt, Garage oder geschlossenen Räumen. Feuerfeste Unterlage, Hitzeschutzhandschuhe und Löschmittel bereithalten und örtliche Feuerregeln beachten.

Pflege in Kürze

Ein roher Feuertopf braucht eine Patina aus eingebranntem Öl. Viele Modelle sind ab Werk vorbehandelt, so etwa die Lodge Camp Dutch Ovens, die laut Hersteller mit Pflanzenöl eingebrannt geliefert werden. Nach dem Kochen reinigen Sie den Topf mit heißem Wasser und Bürste, trocknen ihn gründlich und reiben ihn dünn mit Öl ein. In die Spülmaschine gehört er nicht.

Wie das Einbrennen genau funktioniert, steht in Gusseisentopf einbrennen. Bei Flugrost hilft Gusseisen: Rost entfernen.

Häufige Fragen

Ist ein Dutch Oven dasselbe wie ein Bräter? Nicht ganz. Beide sind schwere Töpfe mit Deckel zum Schmoren. Bräter ist der Oberbegriff für die Küche, Dutch Oven meint in Deutschland meist den rohen Feuertopf für draußen.

Kann ich einen Dutch Oven im Backofen nutzen? Ja, Modelle mit planem Boden passen gut in den Backofen. Töpfe mit Füßen funktionieren auch, sofern sie hineinpassen. Roher Guss hat keine Kunststoffteile und verträgt hohe Ofentemperaturen.

Was heißt Dutch Oven auf Deutsch? Wörtlich holländischer Ofen. Im Handel sind die Begriffe Feuertopf, Gusstopf oder Schmortopf üblich.

Braucht ein Dutch Oven Briketts? Draußen ja, meist Briketts oder Holzglut. Wie viele, zeigt die Dutch Oven Briketts-Tabelle. Im Gasgrill oder Backofen kommt die Hitze aus dem Gerät.

Was Sie dafür brauchen