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Vergleich

Bräter aus Aluguss oder Gusseisen?

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Im Handel heißen beide einfach Gussbräter, doch hinter dem Wort Guss stecken zwei sehr unterschiedliche Materialien. Aluguss ist gegossenes Aluminium, Gusseisen gegossenes Eisen. Das wirkt sich auf Gewicht, Wärmeverhalten, Pflege, Herdtauglichkeit und Lebensdauer aus. Diese Seite stellt beide Varianten ehrlich gegenüber, nennt typische Stärken und Grenzen und hilft Ihnen zu entscheiden, welcher Bräter zu Ihren Gerichten und Ihrer Küche passt.

Zwei Gussarten, zwei Materialien

Aluguss entsteht, wenn Aluminium in eine Form gegossen wird. So lassen sich dicke, stabile Böden herstellen, die trotzdem relativ leicht sind. Innen tragen Aluguss-Bräter fast immer eine Antihaftbeschichtung, meist auf Basis von PTFE oder als Keramikbeschichtung. Aluminium ist nicht magnetisch. Für Induktion wird deshalb ein Boden aus ferromagnetischem Edelstahl eingepresst.

Gusseisen wird ebenfalls gegossen, ist aber deutlich schwerer. Es ist von Natur aus magnetisch und funktioniert auf jedem Herd. Die Oberfläche ist entweder emailliert oder roh mit eingebrannter Patina. Eine Kunststoffbeschichtung gibt es bei klassischem Gusseisen nicht.

Die Unterschiede in der Übersicht

Herdtauglichkeit je Material prüfen →

Gewicht: der größte Vorteil von Aluguss

Ein großer ovaler Gussbräter für Gans oder Ente bringt leer schnell viele Kilo auf die Waage. Mit Inhalt wird das Herausheben aus dem heißen Ofen anstrengend. Ein Aluguss-Bräter gleicher Größe ist deutlich leichter. Für Menschen mit wenig Kraft in Händen oder Handgelenken, für ältere Köche oder für sehr große Formate kann das den Ausschlag geben.

Achten Sie beim Vergleich auf das Gewicht ohne Deckel und auf das Volumen. Viele Aluguss-Bräter haben einen Glasdeckel, der leichter ist, aber anders abschließt als ein Gussdeckel.

Anbraten, Schmoren und Hitzegrenzen

Gusseisen speichert viel Wärme und hält die Temperatur auch dann, wenn kaltes Fleisch hineinkommt. Das hilft beim scharfen Anbraten und beim gleichmäßigen Schmoren im Ofen. Aluguss reagiert schneller auf die Hitzeregelung und braucht beim Anbraten etwas mehr Aufmerksamkeit, liefert aber dank Beschichtung sehr einfaches Lösen von Bratgut.

Antihaftbeschichtungen sollten nicht überhitzt werden. Hersteller geben eine maximale Backofentemperatur an und raten meist davon ab, den leeren Bräter auf höchster Stufe zu erhitzen. Gusseisen ohne Kunststoffteile verträgt höhere Temperaturen. Bei emailliertem Guss begrenzt eher der Knauf als das Material. Schauen Sie in beiden Fällen in die Herstellerangabe.

Hinweis:Beschichtete Bräter nicht leer auf hoher Stufe vorheizen und nur bis zur angegebenen Temperatur in den Ofen stellen. Beim Überhitzen kann die Beschichtung Schaden nehmen.

Pflege und Lebensdauer

Aluguss mit Beschichtung ist im Alltag sehr pflegeleicht: einweichen, mit weichem Schwamm spülen, fertig. Metallbesteck und Scheuerschwämme sollten Sie vermeiden. Auch bei guter Pflege nutzt sich die Beschichtung über die Jahre ab. Lässt die Antihaftwirkung nach, ist der Bräter am Ende seiner Nutzungszeit.

Gusseisen hält bei guter Behandlung sehr lange. Emaille wird ähnlich gereinigt wie Aluguss, wie in Angebranntes im emaillierten Bräter lösen beschrieben. Roher Guss lässt sich bei Rost oder beschädigter Patina sogar wiederherstellen, siehe Rost am Gusseisen entfernen.

Induktion: auf den Boden achten

Auf Induktion funktioniert Aluguss nur, wenn ein magnetischer Boden eingesetzt ist. Er bedeckt meist nicht die ganze Bodenfläche, sodass nur ein Teil direkt erhitzt wird. Für große ovale Bräter auf Induktion ist eine Bräterzone hilfreich. Gusseisen ist vollflächig magnetisch, braucht aber langsames Aufheizen. Mehr zum Thema finden Sie im Ratgeber Bräter für Induktion.

Welcher Bräter passt zu Ihnen?

Eine Auswahl an Gusseisen-Brätern finden Sie im Ratgeber Bräter aus Gusseisen. Wer eine leichte Alternative ohne Beschichtung sucht, sollte auch Edelstahl prüfen: Bräter aus Edelstahl oder Guss.

  • Aluguss: wenn Gewicht eine große Rolle spielt, Sie überwiegend bei moderaten Temperaturen schmoren und eine einfache Reinigung wollen.
  • Gusseisen emailliert: wenn Sie lange schmoren, kräftig anbraten, auch Brot backen und einen Bräter für viele Jahre suchen.
  • Gusseisen roh: wenn Sie zusätzlich auf Grill oder Glut kochen und Metallwerkzeug nutzen.

Häufige Fragen

Ist ein Aluguss-Bräter schlechter als Gusseisen? Nicht schlechter, sondern anders. Er ist leichter und pflegeleicht, aber weniger hitzefest und durch die Beschichtung nicht so langlebig.

Kann ich in Aluguss scharf anbraten? Ja, bei mittlerer bis hoher Hitze mit Fett im Topf. Den leeren Bräter sollten Sie wegen der Beschichtung nicht stark überhitzen.

Geht Aluguss in die Spülmaschine? Viele Hersteller raten davon ab, weil Reiniger die Beschichtung und die Außenseite angreifen können. Prüfen Sie die Herstellerangabe.

Woran erkenne ich, ob ein Bräter aus Aluguss ist? Am Gewicht und am fehlenden Magnetismus der Wände. Ein Magnet haftet nur am eingesetzten Induktionsboden, bei Gusseisen dagegen überall.

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