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Vergleich

Bräter rund, oval oder rechteckig: welche Form passt?

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Wer einen Bräter kauft, denkt zuerst an Material und Größe. Die Form ist aber mindestens genauso wichtig, denn sie entscheidet, ob ein ganzes Hähnchen hineinpasst, ob der Boden auf der Kochzone gleichmäßig heiß wird und ob der Topf im Backofen Platz lässt. Dieser Vergleich stellt runde, ovale und rechteckige Bräter nebeneinander. Als Beispiele dienen eine runde und eine ovale Staub Cocotte sowie der rechteckige WMF Vitalis Aroma aus Edelstahl, jeweils mit den Angaben aus den Produktlistings.

Die drei Formen in Zahlen

Die Tabelle zeigt drei typische Vertreter. Die runde und die ovale Cocotte bestehen aus emailliertem Gusseisen, der rechteckige Bräter aus Edelstahl mit Allherdboden. Alle Werte stammen aus den Listings der Hersteller.

Runder Bräter: der Allrounder für die Kochzone

Kochzonen sind rund. Ein runder Bräter liegt deshalb mit dem ganzen Boden auf der heißen Fläche und erwärmt sich gleichmäßig. Das ist beim Anbraten wichtig: Fleischwürfel für Gulasch bräunen überall ähnlich, Zwiebeln karamellisieren nicht nur in der Mitte. Bei der Staub Cocotte mit 26 cm Durchmesser misst der Boden laut Listing 21,7 cm und passt damit gut auf eine große Standardzone.

Runde Töpfe sind außerdem die erste Wahl für Suppen, Eintöpfe, Risotto, Schmorgerichte mit viel Flüssigkeit und für das Brotbacken im Topf. Sie lassen sich gut umrühren, weil keine Ecken entstehen, in denen sich etwas festsetzt. Die Grenze zeigt sich bei länglichen Stücken: Ein ganzes Hähnchen passt erst ab etwa 26 cm, eine Ente oder ein langer Rollbraten oft gar nicht.

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Ovaler Bräter: Platz für Geflügel und lange Braten

Ein ovaler Bräter folgt der Form von Hähnchen, Ente, Schweinebraten oder Fisch. Bei gleicher Länge braucht er weniger Volumen als ein runder Topf, das Gargut liegt enger und die Flüssigkeit steht höher am Fleisch. Die ovale Staub Cocotte mit 29 cm hat laut Listing 4,2 Liter, also weniger als die runde 26-cm-Version, bietet aber mehr Länge.

Auf dem Herd ist die ovale Form ein Kompromiss. Auf einer runden Kochzone werden die Enden langsamer heiß als die Mitte. Viele Induktions- und Ceranfelder haben deshalb eine Bräterzone, die zwei Zonen zu einer länglichen Fläche verbindet. Wie das funktioniert, erklärt der Artikel zur Bräterzone am Induktionskochfeld. Ohne Bräterzone braten Sie in Etappen an und schieben den Topf dann in den Ofen, wo die Form keine Rolle mehr spielt.

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Rechteckiger Bräter: die Ofenfläche ausnutzen

Der Backofen ist rechteckig, und ein eckiger Bräter nutzt seine Fläche am besten. Große Braten, Spareribs, Aufläufe oder mehrere Hähnchenschenkel nebeneinander finden hier Platz, ohne dass Sie stapeln müssen. Der WMF Vitalis Aroma misst laut Listing 41 x 27 x 10 cm und fasst 6,5 Liter. Mit dem mitgelieferten Garblech wird er zum Dampfgarer, ohne Einsatz zum klassischen Bräter.

Rechteckige Bräter aus Edelstahl sind meist leichter als Guss gleicher Fläche und oft spülmaschinengeeignet, speichern die Wärme aber weniger lange. Auf dem Herd brauchen Sie bei dieser Länge fast immer eine Bräterzone oder zwei Zonen nebeneinander. Rechteckige Modelle aus Gusseisen gibt es ebenfalls, sie werden durch die große Fläche allerdings schnell sehr schwer.

Hinweis:Messen Sie vor dem Kauf die Innenbreite Ihres Backofens und die Höhe zwischen Rost und Decke. Griffe und Knauf zählen mit.

Welche Form für welches Gericht?

Die Übersicht hilft bei der Entscheidung. Wer nur einen Bräter kaufen möchte, greift meist zur runden Form, weil sie auf dem Herd am vielseitigsten ist. Wer oft Geflügel oder Braten für Gäste macht, ergänzt einen ovalen oder rechteckigen Bräter.

Gewicht und Handhabung

Bei Guss wächst das Gewicht mit der Fläche. Die ovale 29-cm-Cocotte wiegt laut Listing 5,6 kg, fast so viel wie die runde 26-cm-Version mit mehr Volumen. Große ovale Bräter ab 33 cm liegen schnell bei sieben Kilo und mehr, gefüllt deutlich darüber. Planen Sie also ein, dass Sie den Bräter voll aus dem Ofen heben müssen. Mehr dazu im Artikel Wie schwer ist ein Gusseisentopf.

Edelstahl ist bei gleicher Fläche leichter, dafür kühlt er beim Einlegen von kaltem Fleisch stärker ab. Wer viel anbrät, heizt Edelstahl etwas länger vor. Für das lange Schmoren im Ofen ist der Unterschied geringer, weil die Ofenluft den Topf von allen Seiten erwärmt.

Häufige Fragen

Passt ein ovaler Bräter auf eine normale Kochzone? Ja, er wird aber an den Enden langsamer heiß. Braten Sie in kleinen Portionen in der Mitte an oder nutzen Sie eine Bräterzone, wenn Ihr Kochfeld eine hat.

Welche Form ist die beste für den ersten Bräter? Für die meisten Haushalte ein runder Topf mit 24 bis 28 cm. Er deckt Schmorgerichte, Suppen und Brot ab und passt auf jede größere Kochzone.

Sind rechteckige Bräter nur für den Ofen? Nein, viele Modelle sind für alle Herdarten freigegeben. Wegen der Länge brauchen sie auf dem Herd aber meist zwei Zonen oder eine Bräterzone.

Brauche ich für ein Hähnchen unbedingt einen ovalen Bräter? Nicht zwingend. Ein runder Topf ab etwa 26 cm reicht für ein mittleres Hähnchen. Bei größeren Tieren oder Ente ist die ovale Form bequemer.

Was Sie dafür brauchen