Zum Inhalt springen

Anleitung

Bräterzone am Induktionskochfeld zuschalten

Veröffentlicht am

Hinweis: Diese Seite enthält Werbelinks (Affiliate-Links) zu Amazon. Kaufen Sie über einen solchen Link, erhalten wir eine Provision. Für Sie ändert sich der Preis nicht. Mehr dazu

Ovale Bräter und große runde Töpfe passen oft auf keine einzelne Induktionszone. Dann heizt nur die Mitte, und die Enden bleiben kühl. Viele Induktionskochfelder bieten dafür eine Bräterzone, auch Brückenfunktion, Flex-Zone oder Kombizone genannt. Diese Anleitung erklärt, wie die Funktion grundsätzlich arbeitet, wie Sie sie zuschalten, welche Bräter sich eignen und warum manche Töpfe trotzdem nicht erkannt werden.

Wie eine Bräterzone funktioniert

Bei einer Bräterzone liegen meist zwei runde oder eckige Induktionsspulen auf einer Seite des Kochfelds hintereinander. Im normalen Betrieb arbeiten sie getrennt. Wird die Bräterfunktion aktiviert, steuert das Kochfeld beide Spulen gemeinsam mit derselben Leistungsstufe. So entsteht eine längliche Heizfläche, auf der ein ovaler Bräter oder eine Grillplatte gleichmäßig warm wird.

Flexible Flächeninduktion geht noch weiter: Hier liegen viele kleine Spulen unter dem Glas, und das Kochfeld erkennt selbst, wo ein Topf steht. Die Bedienung unterscheidet sich je nach Hersteller und Modell stark, das Grundprinzip bleibt aber gleich.

Bräterzone zuschalten: die üblichen Schritte

Die genaue Tastenfolge steht in der Bedienungsanleitung Ihres Kochfelds. Bei vielen Geräten läuft es nach diesem Muster ab.

  1. 1

    Kochfeld einschalten.

  2. 2

    Bräter mittig über die beiden Felder stellen, die zur Bräterzone gehören. Meist sind sie auf dem Glas mit einer Linie oder einem Rahmen markiert.

  3. 3

    Bräter- oder Brückentaste antippen. Bei manchen Geräten tippen Sie stattdessen beide Feldanzeigen gleichzeitig an.

  4. 4

    Prüfen, ob die Anzeige beide Felder als verbunden zeigt, oft durch ein Symbol oder ein gemeinsames Display.

  5. 5

    Leistungsstufe für die verbundene Zone wählen. Für Gusseisen mit mittlerer Stufe beginnen.

  6. 6

    Zum Ausschalten die Bräterfunktion erneut antippen oder die Zone auf 0 stellen.

Hinweis:Bedienung, Tastensymbole und Zonengrößen unterscheiden sich je nach Hersteller und Modell. Prüfen Sie die Anleitung Ihres Kochfelds, bevor Sie die Funktion zum ersten Mal nutzen.

Welche Bräter auf die Bräterzone passen

Für die Bräterzone eignen sich vor allem ovale Bräter, rechteckige Edelstahlbräter und große runde Töpfe ab etwa 28 cm. Entscheidend ist der Bodendurchmesser beziehungsweise die Bodenlänge, nicht das Außenmaß mit Griffen. Der Boden sollte möglichst beide Spulen gut abdecken. Liegt ein Bräter nur halb auf einer Spule, erkennt das Kochfeld ihn unter Umständen nicht.

Runde Töpfe bis etwa 26 cm passen meist auf eine einzelne große Zone. Hier bringt die Bräterzone wenig, kann aber helfen, wenn der Boden deutlich über die Spule hinausragt. Welche Bräter einen guten Boden für Induktion haben, zeigt der Ratgeber Bräter für Induktion.

Gusseisen auf der Bräterzone

Gusseisen ist für die Bräterzone gut geeignet, weil es Wärme speichert und Unterschiede zwischen den Spulen ausgleicht. Wie bei jeder Induktionszone gilt: langsam auf mittlerer Stufe aufheizen und emaillierte Töpfe nie leer auf höchster Stufe erhitzen. Der schwere Bräter sollte angehoben und nicht über das Glas geschoben werden.

Bei großen ovalen Brätern kann es zwischen den Spulen eine etwas kühlere Linie geben. Drehen Sie den Bräter beim Anbraten bei Bedarf einmal um 180 Grad oder braten Sie in zwei Portionen an. Mehr Grundlagen stehen in Gusseisen auf Induktion.

Wenn der Bräter nicht erkannt wird

Blinkt die Anzeige oder schaltet sich die Zone ab, erkennt das Kochfeld den Topf nicht richtig. Häufige Gründe sind eine falsche Position, ein zu kleiner Boden für die verbundene Fläche oder ein Boden, der nicht plan aufliegt.

  • Bräter genau mittig über beide markierten Felder schieben, dabei kurz anheben.
  • Prüfen, ob der Boden magnetisch ist: Ein Magnet muss haften bleiben.
  • Bei kleinen Töpfen die Bräterfunktion ausschalten und eine Einzelzone nutzen.
  • Verzogene oder gewölbte Böden heizen schlecht und werden oft nicht erkannt.
  • Töpfe mit Füßen, etwa klassische Feuertöpfe, funktionieren auf Induktion nicht.

Typische Anwendungen

Die Bräterzone ist ideal, um im ovalen Bräter Geflügel oder einen Rollbraten rundherum anzubraten, bevor er in den Ofen geht. Auch Schmorgerichte, die auf dem Herd fertig garen sollen, profitieren von der gleichmäßigen Hitze. Wer eine Grillplatte oder einen rechteckigen Bräter nutzt, bekommt so eine durchgehend heiße Fläche.

Für ganze Hähnchen gibt die Anleitung Hähnchen im Bräter Temperaturen und Zeiten. Den Ablauf für Gulasch und Schmorbraten erklärt Schmoren im Bräter.

Ovale Bräter ansehen →

Häufige Fragen

Hat jedes Induktionskochfeld eine Bräterzone? Nein. Viele Modelle haben eine Brücken- oder Flexfunktion, einfache Geräte oft nicht. Ob Ihr Kochfeld sie bietet, steht in Anleitung oder Datenblatt.

Kann ich einen ovalen Bräter auch ohne Bräterzone nutzen? Ja, auf einer großen Einzelzone. Die Enden werden dann weniger heiß. Für Schmorgerichte im Ofen ist das unproblematisch, beim Anbraten auf dem Herd sollten Sie das Fleisch öfter umsetzen.

Verbraucht die Bräterzone mehr Strom? Zwei Spulen ziehen zusammen mehr Leistung als eine. Dafür heizt die ganze Bodenfläche, und Sie brauchen meist eine niedrigere Stufe für dasselbe Ergebnis.

Funktioniert die Bräterzone mit Edelstahl-Brätern? Ja, sofern der Boden magnetisch ist. Achten Sie auf das Induktionssymbol in der Produktangabe.

Was Sie dafür brauchen